Belehrungen
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| Kachö Wangpo | |
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[1350 - 1405] Der zweite Shamarpa Kachö Wangpo war in der Lage, sich seines Wissens aus früheren Inkarnation zu erinnern. Mit drei Jahren begann er zu lehren. Der vierte Karmapa Rolpe Dorje inthronisierte Shamarpa - der sich selbst zu erkennen gab - als dieser sechs Jahre alt war. |
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| Kagyü Mönlam | |
| Mönlam | |
| Kagyü Linie | |
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Die yogische Übertragungslinie unter den vier großen Schulen des tibetischen Buddhismus. Sie umfasst sowohl die alte (Nyingma) und die neue (Sarma) Belehrungen, die Tibet erreichten. Sie ist sehr praxis-orientiert und wird als "Schule der mündlichen Übertragung" bezeichnet. Die Kagyü-Schule kam durch Marpa den Übersetzer um das Jahr 1050 herum nach Tibet. Diese Lehren gelangten über Milarepa zu Gampopa. Ihre Kraft leitet sich aus dem engen Band von Schüler und Lehrer ab. |
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| Kalachakra | |
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[wörtl. das Rad der Zeit] Ein Zyklus komplexer Belehrungen der Kosmologie, Geschichte, Psychologie, Medizin und spirituelle Praxis in einem zusammenhängenden System umfasst. |
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| Kalender | |
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Der tibetische Kalender ist in Hauptzyklen von 60 Jahren Dauer unterteilt. Dieser 60 Jahre dauernde Zyklus ist wiederum in fünf 12-Jahres-Zyklen unterteilt. Jedem dieser Jahre ist ein Tiername zugeordnet. |
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| Kalpa | |
| Ein Weltzeitalter; umfasst einen Zyklus des Entstehens und Vergehens eines ganzen Universums. | |
| Kanjur | |
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Ins Tibetische übersetzte Sammlung der direkten Lehren Buddhas, die von dem großen Gelehrten Buton Rinchendrup (1290-1364) und weiteren Meistern zusammengetragen wurde. Sie umfasst je nach Ausgabe zwischen 100 und 108 Bände. Siehe auch Tenjur. |
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| Karma | |
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[tib. Le, wörtl. Handlung] Das Gesetz von Ursache und Wirkung. Alle körperlichen, verbalen und geistigen Handlungen hinterlassen Eindrücke im Geist, deren Resultate wiederum in den Erfahrungen dieses und weiterer Leben heranreifen. Schädliche Handlungen bringen Leid, positive Glück. Ein Verständnis von Karma bedeutet, daß wir mit unseren Handlungen hier und jetzt unsere eigene Zukunft bewusst bestimmen können. |
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| Karma Gön | |
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In den andalusischen Bergen in Spanien, nahe dem Ort Aldea Alta (in der Nähe von Malaga) liegt dieses Zentrum der Kagyü-Linie. Jedes Jahr findet ein großer Phowa-Kurs mit Lama Ole Nydahl und großen tibetischen Lehrern statt. Zu diesem Ereignis kommen Teilnehmer aus der ganzen Welt. |
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| Karma Pakshi | |
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[1204 - 1283] Er wurde in Ost-Tibet, in Chilay Tsakto geboren und war eine Art Wunderkind. Schon im Alter von sechs Jahren hatte er sich selbst Lesen und Schreiben beigebracht. Mit zehn Jahren zeigte er ein fotografisches Gedächtnis für Texte. Auf dem Weg zur weiteren Ausbildung in Zentral-Tibet traf er Pomdragpa Sonam Dorje. Diesem war durch eine Vision von Düsum Khyenpa, dem erstenKarmapa, mitgeteilt worden, daß der Junge der nächste Linienhalter werden würde. Karma Pakshi wurde überredet zu bleiben und er erhielt die Kagyü-Übertragungen. Er war bekannt für seine Kräfte und hatte Schüler in ganz Tibet, China und der Mongolei. |
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| Karmapa | |
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[wörtl. Mann der Aktivität] Der erste bewusst wiedergeborene Lama in Tibet und der spirituelle Führer der Kagyü-Linie des Tibetischen Buddhismus. Die Karmapas verkörpern die mitfühlende Aktivität aller Buddhas und wurden von Buddha Shakyamuni und Guru Rinpoche vorhergesagt. Vor ihrem Tod hinterlassen die meisten Karmapas einen Brief, der die genauen Umstände ihrer nächsten Wiedergeburt enthält. |
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| Karmapa Meditation | |
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[tib. Lamae Naljor, Skt. Guru Yoga] Meditation auf den Buddha in der Form des eigenen Lehrers. Der direkteste Weg dessen Segen von Körper, Rede und Geist zu erhalten, ist durch die Identifikation mit seinem erleuchteten Zustand. Das heißt nicht, eine Kopie zu werden, sondern im gleichen furchtlosen Raum zu verweilen. |
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| Karmische Tendenzen | |
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Gewohnheitstendenzen oder subtile Neigungen, die durch wiederholte Handlungen aus früherer Zeit entstanden und als Eindrücke im Speicherbewusstsein gelagert sind. Sie geben dem Geiststrom eine bestimmte Richtung und führen immer wieder zu entsprechenden Gewohnheiten. |
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| Kajas, Drei | |
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Die drei Zustände der Gesamtheit der vollständig erleuchteten Erfahrung. Die drei Zustände (oder "Körper") der Erfahrung eines Buddhas sind Wahrheitszustand (Dharmakaya), Freudenzustand (Sambhogakaya) und Ausstrahlungszustand (Nirmanakaya). |
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| Khakhyab Dorje | |
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[1871 - 1922] Der 15. Karmapa sprach das Mantra von Chenresig, als er in Sheikor, in der Provinz Tsang in Zentral-Tibet, geboren wurde. Fünf Jahre später konnte er die Schriften lesen. Aufgefunden und inthronisiert wurde er durch Kyabgon Drukchen, die Kagyü-Belehrungen erhielt er von Jamgön Kongtrul Lodrö Thaye. Khenchen Tashi Ozer und andere Meister vervollständigten seine Ausbildung. Er lehrte und gab Ermächtigungen in ganz Tibet und erhielt viele seltene Texte, indem er sie kopierte. |
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| Khaydrub Drapka Senge | |
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[1283 - 1349] Der dritte Karmapa Rangjung Dorje stellte den ersten Shamarpa Khaydrup Drakpa Senge mit roter Krone vor. Diese Geste war die Bestätigung dafür, daß dieser vorbildliche Schüler unübertroffen in seiner Verwirklichung und Fähigkeiten ist und ihm in jeder Beziehung ebenbürtig. Die rote Krone, die Shamarpa trug, ähnelt der schwarzen Krone von Karmapa. Die schwarze Krone ist eine Nachbildung der Krone, die ständig über dem Kopf eines Karmapas schwebt und die nur von Wesen gesehen werden kann, die einen außergewöhnlichen reinen Geist haben. Diese nicht wahrnehmbare Krone ist aus dem Haar von Dakinis hergestellt worden. Sie wurde von ihnen hergestellt und an Karmapa in Bewunderung seiner Verwirklichung übergeben. Der Buddha machte diese Vorhersage im "Guten Kalpa Sutra": "In der Zukunft wird ein Maha- Bodhisattva mit rubin-roter Krone kommen, um die Leidenden aus ihrem Zyklus der Verwirrung und des Elends herauszuführen." Die Vorhersage des Buddhas wurde durch Shamarpa erfüllt. |
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| Khenpo | |
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Der höchste Ausbilder oder die höchste spirituelle Autorität in einem Kloster. Obwohl der Titel oft als "Abt" übersetzt wird, ist der Khenpo normalerweise nicht der Verwalter des Klosters. |
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| Khepa Nyibum | |
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[1158 - 1213] Khepa Nyibum war der Sohn von Gyelwa Shangton (Phowa-Linie). Im Alter von fünf Jahren hatte er schon Ermächtigungen und Belehrungen von seinem Vater erhalten und diese gemeistert. Bis zu seinem 20. Geburtstag studierte er ausschließlich die Dharma-Praxis. Später studierte er viele Sutras und Tantras bei verschiedenen Lehrern. Bis zu seinem Tod zeigte er viele außergewöhnliche Zeichen. |
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| Khorlo Demschok | |
| Höchste Freude | |
| Khyentse Do Ngag Lingpa | |
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[1910 - 1991] Khyentse Do Ngag Lingpa ist normalerweise unter dem Namen Dilgo Khyentse Rinpoche Tashi Paljor bekannt. Er ist, wie Jamyang Tschokyi Lodrö eine Reinkarnation von Jamyang Khyentse Wangpo. |
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| Khyil-Khor | |
| Mandala | |
| KIBI | |
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Karmapa International Buddhist Institute. |
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| Klare-Licht-Meditation | |
| [tib. Ösel] Eine der Sechs Lehren von Naropa | |
| Klares Licht | |
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Ausdruck für die nicht bedingte Natur der Dinge, die Samsara und Nirvana durchdringt. Zeigt sich spontan im Verlauf des Sterbeprozesses und kann dann, vor allem als Resultat vorheriger Meditationserfahrung, als die eigene Natur erkannt werden. |
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| Kleiner Weg | |
| [tib. Thek Chung, skt. Hinayana, heute: Theravada] | |
| Klesha | |
| Störgefühle, einer der acht Aspekte des Bewußtseins. | |
| Koan | |
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Worte oder Phrasen, über die in manchen Schulen des Zen-Buddhismus meditiert wird, um über begriffliche Geisteszustände hinauszugelangen und eine Bewusstheit der Wirklichkeit zu erreichen. Es soll insgesamt ca. 1.700 verschiedene bekannte Koans geben. |
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| Körbe, Drei | |
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[tib.: De nö sum, skt.: Tripitaka] Sammlungen von Lehren Buddhas in den drei Gruppen von Vinaya, den Lehren über das richtige Verhalten; Sutra, den Lehren zur Meditationspraxis und Abhidharma, den Lehren zur Weisheit. |
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| Kosmologie | |
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Im Buddhismus gibt es verschiedene Kosmologien. Theravada, Mahayana, Kalachakra und Mahamudra haben verschiedene Wege die Welt zu betrachten und zu erklären. Der Umfang der Welt ist ebenfalls unterschiedlich. All diese Erklärungen unterscheiden sich im einen oder anderen Punkt recht deutlich vom heuten astrophysikalischen Standpunkt.
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| Kraftfeld | |
| Mandala | |
| Kraftkreis | |
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Ausdrucksform erleuchteter Eigenschaften in der Form eines Buddha-Aspektes mit seiner Umgebung (Mandala), als Reines Land oder als Energiefeld, in dem sich Segen und Inspiration eines Meditationsmeisters ausdrücken. Z.B. drückt sich in einem Meditationszentrum der Karma Kagyü-Tradition der Kraftkreis von Gyalwa Karmapa aus. |
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| Kronen-Zeremonie | |
| Schwarze Krone | |
| Kumaraja | |
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[1266 - 1343] Kumaraja zeigte schon als Kind spezielle Qualitäten und studierte bei vielen großen Lamas. In Tsurphu erhielt er die Übertragung der Kagyü-Linie. Er traf den Meister Orgyenpa und den dritten Karmapa Rangjung Dorje, der zu dieser Zeit erst drei Jahre alt war. Sein Haupt-Lehrer war Melong Dorje (Phowa-Linie) von dem er viele Übertragungen erhielt. Da er nichts besaß, was er seinem Lehrer opfern konnte, arbeitete er acht Jahre lang hart für ihn, indem er Abschriften von Büchern erstellte und malte. |
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| Künchok Jungnay | |
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[1733 - 1741] Die neunte Inkarnation von Shamarpa wurde in Paro, Bhutan, geboren. Er wurde durch den achten Tai Situ Rinpoche anerkannt. Durch die ungünstigen karmischen Bedingungen der Zeit starb er schon mit acht Jahren. |
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| Künchok Yenlak | |
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[1526 - 1583] Als der fünfte Shamarpa geboren wurde, erblühten Blumen durch den Schnee des tibetischen Winters. Bei seiner Geburt setzte sich das neu geborene Baby auf und verkündete dreimal "Ah Hung" als spontaner Ausdruck seiner ungeborenen Natur. Diese Silben drücken die ungeborene Natur aller Phänomene aus. |
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| Kuntu Sangpo | |
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[skt. Samantabhadra] Dharmakaya. In der Nyingma-Tradition wird der Dharmakaya als " Wahrheitszustand" bezeichnet. Er wird durch die Form des Wurzel- Buddhas Kuntu Sangpo symbolisiert. Alle Dharma-Belehrungen gehen zurück auf den "Wahrheitszustand", der kompletten Verwirklichung der Natur des Geistes. Er wird als die Quelle aller Tantras betrachtet. |
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| Kyab Dro | |
| Zuflucht | |
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