a | b | c | d | e | f | g | h | i | j | k | l | m | n | o | p | q | r | s | t | u | v | w | y | z

Z

Zeit, Anfangslose

Schaut man nach einer ersten Ursache für das Entstehen der Dinge, so kann man eine solche niemals finden. Denn auch sie müsste ja eine vorherige Ursache haben, aus der sie entstanden ist. Im Kreislauf der Existenz entstehen die Dinge daher seit anfangsloser Zeit.


 
Zen

Zen hat seine Wurzeln in China und basiert auf dem Mahayana Buddhismus. Von China aus verbreitete er sich nach Vietnam, Korea und später nach Japan und Taiwan. Der Begründer des Zen waren Bodhidharma und Hui-neng.
Meditation ist von großer Wichtigkeit im Zen-Buddhismus. Sie wird während der Meditationssitzungen ausgeführt, aber auch während allen täglichen Aktivitäten, die mit einer gewissen "meditativen Grundhaltung" ausgeführt werden.


 
Zuflucht

[tib. Kyab Dro, wörtl. Schutz vor Leid] Eintritt in den buddhistischen Weg; eine Neuorientierung zu Werten hin, denen dauerhaft vertraut werden kann. Man nimmt Zuflucht in den Zustand eines Buddhas als Ziel, in den Dharma - den Lehren - als dem Weg und in die Sangha - den Praktizierenden (Bodhisattvas) - als den Freunden auf dem Weg. Das wird als die "Drei Juwelen" bezeichnet.
Um den Diamantweg praktizieren zu können, benötigt man die zusätzliche Zuflucht in die drei Wurzeln: Lama, Yidam und Schützer. Sie sind die Quelle von Segen, Inspiration und Schutz auf dem Weg.


 
Zufluchtsbaum

Die Zuflucht wird als Baum dargestellt. Der Baum besteht aus einem goldenen Stamm und vier silbernen Ästen und steht in der Mitte eines Sees. Dort wo sich der Stamm in die Äste verzweigt, sitzt Karmapa. Wenn er das Prinzip der Erleuchtung ausdrückt, erscheint er in der Form von Dorje Chang. Auf den vier Ästen befinden sich die Buddha-Aspekte, Buddhas, der Dharma und die Sangha. Der Stamm ist von vielen Schützern umgeben.
Zum Beispiel werden die Verbeugungen vor dem Zufluchtsbaum ausgeführt.


 
Zwölf Glieder des abhängigen Entstehens

[skrt. Pratityasamutpada] Man kann sich auf verschiedenen Wegen klar machen, daßSamsara (Kreislauf der Existenzen) kein wünschenswerter Zustand ist. Einer davon ist sich zu überlegen, auf welche Art Samsara funktioniert. Sobald wir die wahre Natur von Samsara erkannt haben, sollten wir den Wunsch entwickeln,  Befreiung von Samsara zu erreichen.

  1. Unwissenheit: Wir erkennen nicht die wahre Natur des Geistes. Wir glauben an ein wirklich existierendes " Ich".
  2. Entstehen: Die Unwissenheit führt zu störenden Gefühlen, die in Handlungen resultieren. Diese Handlungen hinterlassen Eindrücke im Bewußtseinsstrom (Karma). Unter passenden Bedingungen manifestieren sich diese Eindrücke und formen unsere Zukunft.
  3. Bewußtsein: Der Strom des Bewußtseins trägt die Eindrücke und läßt sie reifen.
  4. Name und Form: Gewohnheiten aus früheren Existenzen führen dazu, daß wir annehmen, das "Ich" bestehe aus Körper (Form) und geistigen Aktivitäten (Name) (Skandhas).
  5. Sinnesursprünge: Sie sind Teile der "Form" und fungieren als Türen, um mit der äußeren Welt in Kontakt zu treten.
  6. Kontakt: Der Kontakt zwischen Bewußtsein und Objekt wird hergestellt.
  7. Wahrnehmung: Kontakt mit angenehmen Objekten führt zu angenehmen Wahrnehmungen, der Kontakt mit unangenehmen Objekten zu unangenehmen Wahrnehmungen.
  8. Anhaftung: Wahrnehmung führt zu Anhaftung (Verlangen).
  9. Greifen: Wir versuchen die Objekte zu bekommen, nach denen wir verlangen und die zu vermeiden, die wir nicht mögen. Das führt zu weiteren Eindrücken im Bewußtsein.
  10. Werden: Nach dem Tod führen uns die Eindrücke im Bewußtsein zur nächsten Existenz.
  11. Geburt: Gemäß den Eindrücken (Karma) nehmen wir Geburt an.
  12. Altern und Tod: Nachdem wir geboren wurden, werden wir älter und älter und sterben schließlich.

Es gibt einige Wege die zwölf Glieder zu erklären. Die Reihenfolge der Glieder weicht in den einzelnen Erklärungen leicht voneinander ab. Die Anzahl der beschriebenen Leben innerhalb der zwölf Glieder ebenfalls. Die oben gegebene Beschreibung kann als ein Leben betrachtet werden, aber auch als drei Leben (Glieder 1 bis 3, 4 bis 9 und 10 bis 12). Siehe auch Abhängiges Entstehen.

a | b | c | d | e | f | g | h | i | j | k | l | m | n | o | p | q | r | s | t | u | v | w | y | z